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Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren: Das perfekte Duo

Wärmepumpe und Photovoltaik – diese Kombination ist die effizienteste Gebäudetechnik-Lösung, die heute am Markt verfügbar ist. Der Überschussstrom aus der PV-Anlage wird direkt zum Heizen oder Kühlen genutzt, statt für wenige Cent ins Netz eingespeist zu werden. Das Ergebnis: Heizkosten, die gegen null tendieren – an sonnigen Tagen sogar vollständig kostenlos.

 

Das Wichtigste in Kürze:

• PV + WP erhöht den Eigenverbrauch von PV-Strom um 25–40 %

• SG-Ready: WP lädt Pufferspeicher bei PV-Überschuss automatisch vor

• Effektive Heizkosten können um 40–60 % sinken

• Mit Batteriespeicher: Eigenverbrauch weiter erhöhbar

• Alle WP im TGA-Shop sind SG-Ready

• Kombination auch ohne neues Dach möglich: Balkonkraftwerk als Ergänzung

 

Warum Wärmepumpe und PV so gut zusammenpassen

Der Schlüssel liegt in der zeitlichen Übereinstimmung von Angebot und Nachfrage. Eine PV-Anlage produziert tagsüber Strom – oft mehr als im Haushalt verbraucht wird. Eine Wärmepumpe kann diesen Überschuss nutzen, um den Pufferspeicher aufzuladen. Die gespeicherte Wärme steht dann abends und nachts zur Verfügung, ohne dass weiterer Strom benötigt wird.

Ohne Wärmepumpe liegt der typische PV-Eigenverbrauch bei 25–35 %. Mit Wärmepumpe (und SG-Ready-Steuerung) steigt er auf 50–65 % – eine enorme Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage.

Smart Grid Ready – die technische Basis

SG-Ready (Smart Grid Ready) ist der Standard für die Kommunikation zwischen PV-Anlage (oder Energiemanagementsystem) und Wärmepumpe. Ein einfaches 2-Draht-Signal übermittelt vier Zustände:

SG-Signal

Bedeutung

WP-Reaktion

Anlass

Eingang 1 (beide geschlossen)

Sperrbetrieb

WP drosselt/stoppt

EVU-Sperre, Netzüberlastung

Eingang 2 (nur 1 geschlossen)

Normalbetrieb

WP läuft normal

Standard

Eingang 3 (nur 2 geschlossen)

Empfehlung erhöhter Betrieb

WP erhöht Leistung, lädt Puffer

Günstiger Stromtarif

Eingang 4 (beide offen)

Forcierter Betrieb

WP läuft auf Maximum

PV-Überschuss vorhanden

 

In der Praxis wird das Energiemanagementsystem (EMS) oder der PV-Wechselrichter mit dem SG-Ready-Eingang der Wärmepumpe verbunden. Sobald PV-Überschuss vorhanden ist, schaltet das EMS auf Eingang 4 – die Wärmepumpe lädt den Pufferspeicher auf die maximale Temperatur vor.

Wie viel kann ich wirklich einsparen?

Szenario

PV-Leistung

WP-Bedarf

Eigenverbrauch

Jährl. Einsparung

Kleines EFH, 5 kWp PV, 8 kW WP

5 kWp

ca. 8.000 kWh/Jahr

ca. 50–60 %

800–1.200 €/Jahr

Mittl. EFH, 10 kWp PV, 10 kW WP

10 kWp

ca. 12.000 kWh/Jahr

ca. 55–65 %

1.500–2.200 €/Jahr

Großes EFH, 15 kWp + Speicher, 12 kW WP

15 kWp

ca. 15.000 kWh/Jahr

ca. 70–80 %

2.500–3.500 €/Jahr

 

Annahmen: Strompreis 30 ct/kWh, Einspeisevergütung 8 ct/kWh, WP-Stromtarif 22 ct/kWh. Die Eigenverbrauchssteigerung rechnet sich als Differenz zwischen Einspeisevergütung und vermiedenem Stromeinkauf.

Batteriespeicher als sinnvolle Ergänzung

Ein Batteriespeicher ergänzt die WP+PV-Kombination sinnvoll: Was die Wärmepumpe tagsüber nicht verbrauchen kann, speichert die Batterie für abends und Nacht. Für eine 10-kWp-PV-Anlage ist ein Speicher von 8–15 kWh typisch sinnvoll. Wichtig: Wärmepumpe zuerst priorisieren (thermischer Speicher ist günstiger als Batterie), Batterie als zweite Pufferstufe.


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Häufige Fragen – Wärmepumpe + Photovoltaik

Lohnt sich eine Wärmepumpe in Kombination mit einer PV-Anlage?+

Absolut – das ist eine der wirtschaftlichsten Kombination in der Haustechnik. PV-Überschussstrom (Einspeisevergütung ca. 8 ct/kWh) wird statt einzuspeisen direkt zum Heizen genutzt (Einsparung ca. 22–30 ct/kWh). Bei einer 10-kWp-PV-Anlage und 10-kW-WP können jährlich 1.500–2.200 € Heizkosten eingespart werden.

Was brauche ich für die Kombination von WP und PV?+

Mindestens: Eine SG-Ready-Wärmepumpe (alle im TGA-Shop), ein SG-Ready-Ausgang am PV-Wechselrichter oder Energiemanagementsystem, und ein Pufferspeicher (mindestens 300–500 Liter). Optional aber empfehlenswert: Ein Energiemanagementsystem (z. B. SMA Home Manager, Fronius Ohmpilot) für optimale Steuerung.

Wie viel PV-Leistung brauche ich für eine Wärmepumpe?+

Als Richtwert: 0,5–1 kWp PV pro kW Wärmepumpenleistung. Für eine 8-kW-WP also ca. 4–8 kWp PV. Für maximalen Eigenverbrauch ist mehr PV besser – aber auch 4 kWp erhöhen den Eigenverbrauch erheblich. Im Sommer produziert eine 8-kWp-PV-Anlage deutlich mehr als die WP benötigt, im Winter weniger – der Jahresdurchschnitt zählt.

Soll ich zuerst die WP oder die PV-Anlage kaufen?+

Beides hat Vorteile. Wenn Sie heizen müssen: erst die WP – die senkt den Jahresenergiebedarf sofort und spart Förderkosten (BEG für WP). Die PV-Anlage lässt sich jederzeit nachrüsten. Wichtig: Wählen Sie von Anfang an eine SG-Ready-Wärmepumpe (alle im TGA-Shop), damit die spätere PV-Integration problemlos funktioniert.

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